Wieder keine Beteiligung der Ortsteilbürgermeister in Urbich/Niedernissa durch die Stadt

Wieder einmal wird deutlich, dass Bürgerbeteiligung im Erfurter Rathaus zwar immer wieder angekündigt, aber nicht umgesetzt wird. Diesmal ist es die angekündigte temporäre Umleitung des Autobahnzubringers durch Urbich und Niedernissa, die ohne Information der Beteiligten und Betroffenen umgesetzt werden soll.

Jetzt einen Sondertermin vor Ort mit dem OB in Niedernissa als Wahlkampftermin zu planen, ist die falsche Reihenfolge. MITEINANDER REDEN - ZUHÖREN UND VERSTEHEN - UND DANN ERST HANDELN.

"Gegen eine Umleitung des Autobahn-Zubringers durch ihre Ortslagen haben die Ortsteilbürgermeister von Niedernissa und Urbich, Christine Schaubs und Peter Fitzenreiter, protestiert. Sie beziehen sich auf Informationen des Tiefbauamtes, nach denen ab 26. August die Straße Am Herrenberg zwischen Rudolstädter Straße und Konrad-Adenauer-Straße gesperrt und der Verkehr zum Autobahnanschluss Erfurt-Ost über Urbich und Niedernissa umgeleitet werde.

Die Bauarbeiten sollen bis Juni 2020 andauern. Laut einem Schreiben des Amtes wird die Straße zumindest für einen Teil dieser Zeit voll gesperrt.

Die Umleitung durch die Dörfer sei eine „unzumutbare und unverhältnismäßige Belastung“, schreiben Schaubs und Fitzenreiter an den Oberbürgermeister. In Niedernissa fehlten zudem Querungshilfen für Fußgänger. Bushaltestellen, künstliche Straßenverengungen, Am-peln und Geschäfte in beiden Orten würden zu Rückstaus und „chaotischen Verhältnissen“ führen. Der Schülerverkehr in Urbich werde behindert.

Die Bürgermeister kritisieren auch, dass zwar die Anlieger der Straße am Herrenberg, nicht aber die von der Umleitung betroffenen Ortschaften vorab informiert worden seien. Als Alternative schlagen Schaubs und Fitzenreiter die komplette Sperrung des Autobahnzubringers Ost vor, wie es früher schon praktiziert worden sei. Der Verkehr könne über die B 7 und den Anschluss Vieselbach zur A 4 gleitet werden."

Quelle: TA vom 15.08.2019